
Teufelsberg 2026
Vom 17. bis 19. September 2026 wird der Teufelsberg zu einem temporären Arbeitsort für Menschen und Organisationen, die an Fragen arbeiten, die Zuständigkeiten, Sektoren und Zeithorizonte überschreiten. Als Partner bringt der Teufelsberg nicht nur einen eindrucksvollen und ungewöhnlichen Ort mit, sondern auch einen Geist der Offenheit, des künstlerischen Experiments und der kollektiven Neuerfindung, der die Atmosphäre des Camps prägen und seine Gespräche bereichern wird.
Vom gemeinsamen Aufbruch zum Weitertragen
Das Programm folgt einer Bewegung durch Berlin. Auf dem Teufelsberg schaffen Landschaft, Geschichte und räumliche Distanz einen besonderen Ort für Wahrnehmung und Erkundung.
Bei Medulla kehren die Fragen in einen urbanen Arbeits- und Beziehungsraum zurück. Am dritten Tag werden sie auf dem Berg weiterbearbeitet, verdichtet und in mögliche nächste Schritte übersetzt.
Die Spaziergänge am Donnerstag und Samstag gehören zum Camp. Sie bilden den gemeinsamen Anfang und Abschluss der Tage auf dem Teufelsberg.
Hinweis: Mehrere Sessions finden parallel statt. Bitte wähle pro Zeitblock eine Session und melde dich über Luma jeweils einzeln an.
Donnerstag, 17. September
Teufelsberg · 14:00 – 19:00 Uhr
14:00 – 15:00 Uhr · Gemeinsam aufbrechen
Walk up to Teufelsberg
Treffpunkt ist der Würstl-Stand vor dem S-Bahnhof Heerstraße. Von dort gehen wir gemeinsam durch den Grunewald auf den Berg.
15:00 – 15:45 Uhr · Ankommen und orientieren
Welcome Session · Beatgarden
Das erste Zusammenkommen der Camp-Community: Orientierung für die drei Tage, Begegnung mit dem Ort und gemeinsamer Auftakt. Mit Fingerfood und Getränken der Friedrich-Ebert-Stiftung.
16:00 – 18:15 Uhr · Einen Arbeitsraum wählen
Fünf Sessions finden parallel statt:
Wenn’s drauf ankommt …
Wie können strategische Vorausschau, Beteiligung und Verwaltungsinnovation dazu beitragen, dass Städte auch unter schwieriger werdenden Bedingungen handlungsfähig bleiben?
Becoming Tree
Was verändert sich in öffentlichen Entscheidungen, wenn ein Stadtbaum als lebendige Beziehung und öffentliche Infrastruktur verstanden wird?
Reimagining Public Libraries
Wie können Berlins Bibliotheken Resilienz stärken, ohne ohnehin belasteten Teams eine weitere Aufgabe aufzubürden?
Exploring Teufelsberg’s Military History
Ein Rundgang mit Menschen, die hier stationiert waren: Wie halten ortsgebundene Geschichten uns im Gespräch, während internationale Beziehungen instabiler werden?
Live Drawing the Other
Zeichnen als Werkzeug, um wahrzunehmen, wie wir sehen – an einem Ort, der zum Beobachten gebaut wurde.
18:15 – 19:00 Uhr · Einordnen
Walk down from Teufelsberg
Der gemeinsame Weg durch den Wald zurück zur S Heerstraße gibt Zeit, Gespräche fortzusetzen und den Tag zu verarbeiten.
Freitag, 18. September
Medulla.city · 10:00 – 22:00 Uhr
Am Freitag verlagert sich das Camp vom Berg mitten in die Stadt. Der Tag bietet längere Arbeitsräume und mündet in eine gemeinsame Assembly.
10:00 – 12:00 Uhr · Wechselwirkungen erkennen
Risiken im Zusammenspiel
Was müsste eine Klimarisikoanalyse künftig erkennen, wenn das nächste Ereignis auf ein System trifft, das durch vorherige Belastungen bereits verändert wurde?
13:00 – 16:00 Uhr · Vertiefen und versorgen
Zwei Sessions finden parallel statt:
Life Repair Kit: Tools for Tough Times
Was hält uns lebendig, anpassungsfähig und handlungsfähig, ohne Resilienz auf die Erwartung zu reduzieren, immer mehr auszuhalten?
Planetary Berlin: Governing Hydrological Continuities
Wie kann Wasser auf der Ebene seines tatsächlichen Zusammenhangs regiert werden – über bestehende institutionelle Grenzen hinweg?
18:00 – 22:00 Uhr · Das Feld versammeln
Public Vitality Field Assembly
Was wird sichtbar, wenn wir das Camp als zusammenhängendes Feld von Fragen, Beziehungen und Handlungen betrachten?
Die Assembly bringt Session-Hosts, Teilnehmende, Partner und weitere Mitwirkende zusammen. Erkenntnisse aus den bisherigen Sessions werden verbunden, Spannungen sichtbar gemacht und mögliche nächste Schritte erkundet.
Getränke bitte selbst mitbringen, Essen gern zum Teilen.
Samstag, 19. September
Teufelsberg · 14:00 – 20:00 Uhr
14:00 – 14:45 Uhr · Gemeinsam zurückkehren
Walk up to Teufelsberg
Der zweite gemeinsame Aufstieg beginnt wieder vor dem S-Bahnhof Heerstraße.
15:00 – 18:00 Uhr · An konkreten Möglichkeiten arbeiten
Fünf Sessions finden parallel statt:
When Speed Meets Public Voice
Wie kann öffentliche Beteiligung Teil beschleunigter Wohnungsbauentscheidungen werden, ohne die Verzögerungen zu reproduzieren, die der Bau-Turbo überwinden soll?
Blackout Krisenkommunikation
Wie bleibt Krisenkommunikation verlässlich und inklusiv, wenn die Infrastrukturen ausfallen, auf die sie sich im Alltag stützt?
Maps of Ruins and Dreams
Was wird sichtbar, wenn wir neben den anerkannten Strukturen eines Systems auch Beziehungen, Leerstellen und Spannungen kartieren?
Berlin Heat Risk Clinic
Wie kann Berlin vorhandene Kapazitäten, gelebte Erfahrung und institutionelles Handeln zu einer gemeinsamen, langfristigen Fähigkeit verbinden? Teilnahme nur mit Einladung.
Lebendige Stadt als gemeinsame Aufgabe
Wie können Verantwortung und Ressourcen so verteilt werden, dass lebendige Stadträume langfristig als Commons erhalten und weiterentwickelt werden?
18:00 – 19:00 Uhr · Verdichten
Closing Session · Beatgarden
Erkenntnisse aus drei Tagen werden zusammengetragen. Im Mittelpunkt steht, was weiterverfolgt werden soll, wer daran beteiligt sein muss und welche Beziehungen über das Camp hinaus Pflege brauchen.
19:00 – 20:00 Uhr · Zurück in die Stadt
Walk down from Teufelsberg
Der gemeinsame Abstieg bildet den Abschluss des Camps – und den Übergang in die nächsten 100 Tage.